Ein Zine als Leseprobe – Auf die Faltung kommt es an
- lisaostwald
- vor 7 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Im letzten Blogartikel habe ich über Zines geschrieben. Kleine, unabhängige Magazine, die jeder ganz leicht herstellen kann. Und ich habe euch eine Erklärung mitgeliefert, mit der ihr euer Zine in Canva erstellen könnt.
Jetzt stellen wir aus der Datei ein fertiges Produkt her. Denn: Auf die Faltung kommt es an.
Ablauf
Ich habe für jedes meiner erschienenen Werke ein Zine als Leseprobe erstellt und jedes 50 Mal ausgedruckt. Eine Menge Papier, aber es kommen auch noch ein paar Messen.
Was auffällt und was ich im letzten Beitrag geschrieben habe: Ein weißer Rand umgibt das Zine. Kein haushaltsüblicher Drucker schafft einen Druck bis zum Rand. Ich habe mit einem Schneidelineal diese Ränder entfernt. Am Ende werden die Seiten dadurch nicht gleich breit sein. Mich stört es nicht. Ich fände einen weißen Rand hingegen weniger schön.
Ich gehe nachfolgend jeden Schritt durch. Als Beispiel habe ich mir meine Erzählung »Mein Name ist Eutychis« ausgesucht. In diesem Zine habe ich Text und Bild abgewechselt. Dadurch wird es leichter, meiner Anleitung zu folgen, als wenn es nur Text wäre.
Materialien

Abbildung 1. Material
Ihr benötigt euren Ausdruck, eine Schere, Kleber und etwas, um die Falz glatt zu streichen. Da ich keinen Falzbeitel habe muss mein Geodreieck herhalten.
Räumt die Materialien an die Seite. Zunächst sollte der Ausdruck mit der bedruckten Seite oben liegen. Ich orientiere mich am Cover. Dieses sollte zu mir liegen.

Abbildung 2. Bedruckte Seite
1. Schritt: Umdrehen

Abbildung 3. Die nicht bedruckte Seite
2. Schritt: Lange Seite falten, dass die kurzen Seiten aufeinander liegen, und wieder auffalten

Abbildung 4. Gefaltete lange Seite
3. Schritt: Kurze Seite falten, dass die langen Seiten aufeinander liegen, und wieder öffnen

Abbildung 5. Gefaltete kurze Seite
4. Schritt: Jede Kurze Seite zur Mitte falten und wieder öffnen

Abbildung 6: In die Mitte gefaltete kurze Seiten
5. Schritt: In der Mitte falten, so dass die kurzen Seiten aufeinander liegen, und in der Mitte ein Segment einschneiden (ausgehend von der Falzkante); dann öffnen

Abbildung 7: Nur so weit einschneiden, wie auf dem Bild die Klinge der Schere reicht!
6. Schritt: Lange Kanten aufeinander legen, die Mitte öffnet sich fast automatisch (manchmal hilft es, alle entstehenden Kanten einmal in die Mitte zu falten)

Abbildung 8: Geschnittenes und gefaltetes Zine
7. Schritt: Seiten so zusammenfalten, dass ein kleines Heft entsteht; Cover umklappen, mit Falzbeitel/Geodreieck Kanten glatt streichen

Abbildung 9: Gefaltetes Zine (braucht zu Beginn vielleicht ein paar Anläufe)
8. Schritt: Offene Seiten zusammenkleben

Abbildung 10: Stelle, an der ich Seiten zusammenklebe
9. Euer Zine ist fertig!

Abbildung 11: Fertiges Zine von oben

Abbildung 12: Fertiges Zine
Viel Spaß beim Falten und verteilen. Vielleicht finde ich euer Zine eines Tages in einem Bücherschrank. Oder wir treffen uns auf einer Messe und tauschen unsere Zines wie andere Sammelkarten.
Ich freue mich, wenn ihr mich an euren Zines teilhaben lasst. Zeigt sie mir gerne bei Social-Media, indem ihr mich verlinkt:
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